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ⓘ Sparschäler

Den Famos-Kartoffelschäler, einen Sparschäler mit längs montierter, beweglicher Klinge, erfand Albert Deimel aus dem sauerländischen Ort Schönholthausen. Die Patenturkunde vom 14. Februar 1936 befindet sich im Museum "Heimatstube" Schönholthausen. Aufgrund des Ersten Überleitungsgesetzes aus dem Jahr 1949 wurde die Patentschrift am 19. Februar 1950 auf dem Gebiet der Bundesrepublik patentiert. Sechs Jahre später gründete Hubert Deimel das Unternehmen Hubert Deimel Haushaltwarenfabrik, die spätere Famos GmbH 2001 nach einem Zukauf umfirmiert in Westmark.

Der erste Sparschäler mit querliegender beweglicher Klinge ist das Modell "Rex", das von Alfred Neweczerzal 1947 erfunden und im selben Jahr patentiert wurde. Alfred Neweczerzal 1899–1959 war ein im schweizerischen Davos geborener Nachfahre tschechischer Auswanderer und Großvater des jetzigen 2004 Inhabers der Zena AG. Hier wird dieser Schäler neben anderen Produkten der gleichen Sparte noch hergestellt. Jährlich werden zwei Millionen Stück produziert, so waren es 2009 insgesamt über 70 Millionen Sparschäler. Zwei Drittel der Produktion werden exportiert. Der Sparschäler "Rex" erschien 2004 in der Serie "Designklassiker der Schweiz" als Motiv der 15-Rappen-Briefmarke der Schweizerischen Post. Für industrielle Zwecke und in Großküchen wurde der Kartoffelschäler mittlerweile größtenteils von Kartoffelschälmaschinen abgelöst.

                                     

1. Funktionsweise

Durch die beweglich angeordnete Klinge folgt dieser Schäler leicht den Konturen des Schälobjektes. Der Klinge gegenüber steht ein Abstandshalter, um die Schäldicke zu begrenzen. Dies begründete den Namen Sparschäler. Es gibt auch Modelle, bei denen die Schältiefe durch Schrauben eingestellt werden kann. Mit einer kurzen herausstehenden Zusatzklinge können schadhafte Stellen oder Kartoffelaugen entfernt werden. Bei einfachen Modellen mit unbeweglicher Klinge wird das Schälobjekt mit der Hand bewegt ältere Kartoffelschäler. Sparschäler mit beweglicher Klinge werden gelegentlich als Pendelschäler bezeichnet.

                                     

2. Typen

Man unterscheidet zwei Typen von Sparschälern: solche mit längsliegendem und solche mit quer zum Griff liegendem Messerkopf. Längsliegende Klingen sind entweder beidseitig symmetrisch oder nur an der Griffseite asymmetrisch mit freier Spitze gelagert. Die querliegende Klinge ist für lange Schälstriche, typisch beim Schälen von Gurken und Spargel, geeignet. Die längsliegende Klinge eignet sich nicht nur für lange, sondern auch für kleine Schälobjekte, wie Kartoffeln. Dafür liegt der Schäler ergonomischer und angenehmer in der Hand, der Daumen stützt und führt dabei den Sparschäler mit. Bei kleineren Schälobjekten wird der Schäler mit den Fingern oder der Hand geführt, während bei den Querschälern die Bewegungen immer mit dem ganzen Arm geführt werden; bei langen Schälobjekten ist hingegen die Bewegung des ganzen Arms stets erforderlich. Zudem haben die Querschäler und Längsschäler mit symmetrisch gelagerter Hauptklinge zumeist eine kleine Zusatzklinge für die Kartoffelaugen, deren Funktion bei den einseitig gelagerten Längsschälern die besonders dazu geformte Klingenspitze übernimmt.

  • Typen von Sparschälern

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