Топ-100 ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 539

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Modifizierte Badewanne

Die Modifizierte Badewanne ist eine von Christian Stegbauer erstellte Erweiterung und Überarbeitung des Modells des Makro-Mikro-Makro-Schemas von James Samuel Coleman, der sogenannten Colemanschen Badewanne.

                                               

Neo-Konventionalismus

Der Neo-Konventionalismus beschreibt innerhalb der Soziologie und Sozialpsychologie das neuzeitliche Phänomen des Nichtabgrenzens einer Jugendkohorte von ihren Elterngenerationen. Der Begriff wurde von Marc Calmbach und Kollegen stark geprägt. Sc ...

                                               

Normalisierung (Soziologie)

Unter Normalisierung wird in Teilen der Sozialwissenschaften die Ausrichtung menschlichen Lebens an Normalität verstanden. Zwang und Beeinflussung sind hierbei Bestandteile der Herstellung von Erwartbarkeiten durch Normalisierung. Im Wesentlichen ...

                                               

Normalität

Normalität bezeichnet in der Soziologie das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss. Dieses Selbstverständliche betrifft soziale Normen und konkrete Verhaltensweisen von Me ...

                                               

Ontologische Sicherheit

Ontologische Sicherheit, auch Seinsgewissheit, ist in der Soziologie nach Anthony Giddens das Vertrauen, das die meisten Menschen in die Kontinuität ihrer Identität und die Konstanz der sie umgebenden sozialen und materiellen Handlungsumwelt habe ...

                                               

Performative Sozialwissenschaft

Performative Sozialwissenschaft, auch Performative Sozialforschung oder englisch performative social science, bezeichnet die Anwendung künstlerischer Darstellungs- und Ausdrucksmittel bei der Durchführung von Forschungsprojekten, insbesondere bei ...

                                               

Postadoleszenz

Die Postadoleszenz stellt eine eigenständige Lebensphase dar, die zwischen Jugend und Erwachsenenalter angesiedelt wird. Ihre erste Erwähnung findet sich 1968 bei Kenneth Keniston für die amerikanische Jugend, im deutschen Sprachraum fand sie sei ...

                                               

Postpanoptikum

Das Postpanoptikum ist eine soziologische Figur zur Erfassung der Machtverhältnisse und stellt auch die Pädagogik vor neue Reflexionsaufgaben. Sie basiert auf der Theorie des Denkers Michel Foucault zum Panoptismus und wurde von dem Soziologen Zy ...

                                               

Prestige

Prestige bezeichnet den Ruf einer Person, einer Gruppe von Personen, einer Institution oder auch einer Sache in der Öffentlichkeit eines bestimmten kulturellen Umfeldes. Umgangssprachlich wird Prestige oft gleichgesetzt mit einem sehr guten Ruf. ...

                                               

Privileg (Soziologie)

Als Privileg wird in Teilen der Sozialwissenschaften die Annahme verstanden, dass bestimmte Rechte oder Vorteile nur für bestimmte Person oder Gruppen zur Verfügung stehen. Der Begriff wird häufig im Zusammenhang mit sozialer Ungleichheit, insbes ...

                                               

Resilienz (Soziologie)

Der Begriff der Resilienz bezeichnet in der neueren Soziologie die Fähigkeit von Gesellschaften, externe Störungen zu verkraften, ohne dass sich ihre wesentlichen Systemfunktionen ändern. Zudem wird das Konzept der Resilienz als Heuristik zur Ana ...

                                               

Ressourcentheorie

Ressourcentheorien beschreiben die Möglichkeiten von Individuen und Unternehmen anhand der Ausstattung mit materiellen und immateriellen Ressourcen. Im Unterschied zu wirtschaftlichen Ressourcentheorien, die Lage von Unternehmen betrachten, besch ...

                                               

RREEMM-Modell

Das RREEMM -Modell ergänzt das Menschenmodell des klassischen homo oeconomicus um die Beschränkungen durch die conditio humana, die natürlichen Vorgaben, denen alles Handeln unterworfen ist. Das Akronym "RREEMM" steht für R esourceful- R estricte ...

                                               

Sachzwang

Als Sachzwang bezeichnet man einen Umstand bzw. eine Restriktion, der/die – tatsächlich oder vermeintlich nicht veränderbar – ein Entscheidungsfeld beschränkt. Ein vermeintlicher Sachzwang dient manchmal als Begründung, warum politische Entscheid ...

                                               

Selbst

Selbst ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff mit psychologischen, pädagogischen, soziologischen, philosophischen und theologischen Bedeutungsvarianten. Im Sinn der Selbstbeobachtung, also in Bezug auf die Empfindung, ein einheitliches, konsis ...

                                               

Serendipität

Der Begriff Serendipität, gelegentlich auch Serendipity-Prinzip oder Serendipitätsprinzip, bezeichnet eine zufällige Beobachtung von etwas ursprünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Verwandt, aber nicht ...

                                               

Situationsanalyse

Eine Situationsanalyse ist in der Soziologie die rationale Rekonstruktion einer Entscheidungssituation, in der sich eine Person zum Zeitpunkt des Handelns befunden hat. Dabei wird rekonstruiert, wie der Handelnde von seiner Umwelt, den Akteuren u ...

                                               

Situationsdefinition

Situationsdefinition bezeichnet in der Soziologie die Situationswahrnehmung durch die handelnde Person; also: wie ein Akteur die Situation, in welcher er sich befindet und in der er handelt, wahrnimmt und deutet. Die damit einhergehende Theoriepe ...

                                               

Sozial

Das Adjektiv sozial, von französisch social und lateinisch socialis, wird fälschlicherweise oft als Synonym zu "gesellschaftlich" verwendet und im erweiterten Sinn zu "gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig". Stattdessen beschreibt der Begriff des ...

                                               

Soziale Impulsanalyse

Soziale Impulsanalyse ist ein Verfahren zur Prognose des Verhaltens sozialer Netze und Gruppen. Bei einer entsprechenden Kenntnis der Beziehungsstrukturen liefert die Methode eine Aussage darüber, wie sich die Beteiligten untereinander beeinflussen.

                                               

Soziale Ordnung

Soziale Ordnung oder Sozialordnung ist das durch soziale Normen und Institutionen geregelte Zusammenleben von Menschen in Gemeinschaften und Gesellschaften. Die Soziale Ordnung beruht nach Émile Durkheim und Talcott Parsons auf der Verbindlichkei ...

                                               

Soziale Probleme

Soziale Probleme bezeichnen im Alltagsverständnis und in der Soziologie ganz unterschiedliche Störungen des gesellschaftlichen Lebens wie beispielsweise Armut, Kriminalität, Abhängigkeitserkrankungen und Diskriminierungen. Die Ableitung all diese ...

                                               

Soziale SchlieSung

Soziale Schließung ist ein Grundbegriff der Soziologie, der allgemein beschreibt, dass die Möglichkeit, Mitglied einer sozialen Gruppe zu werden, beschränkt oder verboten ist. Damit wird auch ausgeschlossen, an den Handlungs- oder Erwerbschancen ...

                                               

Soziale Trägheit

In der Psychologie und Soziologie bezeichnet soziale Trägheit den Widerstand gegen Veränderung in Gesellschaften oder sozialen Gruppen sowie die Ausdauer von stabilen Beziehungen. Soziale Trägheit bezeichnet das Gegenteil von sozialem Wandel.

                                               

Soziales Feld

Der Begriff Feld wird in der allgemeinen Feldtheorie des französischen Soziologen Pierre Bourdieu verwendet und beschreibt ein gesellschaftliches System. In einer Gesellschaft existieren mehrere autonome Felder, wobei jedes Feld eine abgrenzbare ...

                                               

Soziales Gedächtnis

Der Begriff soziales Gedächtnis beschreibt soziale Bezugnahmen auf Vergangenes. Dazu gehören neben Routinen, Praktiken oder bedeutsamen Objekten die unterschiedlichen Formen des Erinnerns, aber auch das Unterbleiben solcher Bezugnahmen im Sinne e ...

                                               

Soziales Sterben

Unter sozialem Sterben wird der Rückgang der Interaktion einer Person mit seiner sozialen Umwelt bezeichnet, der im sozialen Tod endet. Der Begriff soziales Sterben wird in der Wissenschaft nicht einheitlich verwendet. Er wird einerseits im Zusam ...

                                               

Sozialontologie

Die Sozialontologie ist eine vornehmlich philosophische Teildisziplin, die sich mit der Ontologie, also dem Studium des Wesens sozialer Tatsachen befasst, mit anderen Worten denjenigen Merkmalen der Realität, die auf menschlicher Interaktion beru ...

                                               

Sozialtechnologie

Sozialtechnologie bezeichnet die Verwendung soziologischen Wissens, um geplante Veränderungen der Gesellschaft herbeizuführen. Der Begriff ist nicht scharf definiert und wird teilweise synonym für Social Engineering verwendet. Sowohl staatliche a ...

                                               

Sozio-kulturelle Geburt

Der Begriff "zweite, sozio-kulturelle Geburt" bezeichnet ein in Zoologie, Anthropologie und Soziologie verwendetes Konzept, das nach der natürlichen Geburt ein vielmonatiges Frühstadium des Säuglings annimmt, an dessen Ende er erst soziokulturell ...

                                               

Soziologische Beratung

Soziologische Beratung berät Unternehmen, Organisationen oder staatliche Institutionen bei Lösungen eines gesellschaftlichen Problems. Sie macht dabei Kunden mit der Struktur eines gesellschaftlichen Kontextes vertraut. Soziologische Beratung ver ...

                                               

Soziologische Grundbegriffe

Der Begriff Soziologische Grundbegriffe wurde von Max Weber in die Soziologie eingebracht. Weber führte damit sehr wirkungsvoll die Begriffsarbeit fort, die bereits unter anderem von Auguste Comte, Ferdinand Tönnies und Émile Durkheim geprägt war ...

                                               

Soziotop

Unter Soziotop versteht man den Lebensraum einer Gruppe bzw. einen Lebensraum, der die Entwicklung einer Gruppe besonders fördert. In Soziotopen gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Gemeinschaft und dem von ihnen bewohnten Raum. Der Begr ...

                                               

Statuspassage

Unter einer Statuspassage wird ein Übergang von einem Alters-, Erwerbs-, Karriere-, Familien- oder sozialen Status in einen anderen verstanden. Diese Übergänge im Verlauf der Biographie können planmäßig oder ungeplant, erwünscht oder zwangsweise ...

                                               

Struktur (Soziologie)

Als Struktur gelten in der Soziologie Größen und gestaltende Kräfte, die zwischen Akteuren wie z. B. Bevölkerungsgruppen vermitteln. Die Struktur wird meist als Grundlage sozialen Handelns verstanden, wobei davon ausgegangen wird, dass sie Kontin ...

                                               

Tzabar

Tzabar ist die Bezeichnung für in Eretz Israel geborene Juden. Die Bezeichnung entstand in den 1930er Jahren nach den Einwanderungswellen vor allem osteuropäischer Juden in die Region Palästina. Der Begriff diente als Abgrenzung zu den zugezogene ...

                                               

Überforderung

Als Überforderung bezeichnet man eine Gesamtheit von Anforderungen, zu deren erfolgreichen Bewältigung bzw. zur Erfüllung die Ressourcen bzw. Fähigkeiten, insbesondere die Leistungsfähigkeit, einer Person, einer Organisation, oder eines Systems n ...

                                               

Unterschichtung

Unterschichtung bedeutet für eine Gesellschaftsstruktur, dass Zu- bzw. Einwanderer eine vorhandene Unterschicht so stark auffüllen, dass sie faktisch ersetzen, während die vorherige Unterschicht sozial relativ aufsteigt. Das bedeutet nicht, dass ...

                                               

Valenz (Soziologie)

Der Begriff Valenz bezieht sich in der Soziologie im Sinne von Norbert Elias auf Verflechtungsbeziehungen interdependenter Menschen, die aufeinander ausgerichtet und angewiesen sind. Deswegen könne Valenz in der Soziologie nur im Plural als Valen ...

                                               

Value of Children

Der Begriff Kindeswert bzw. ursprünglich engl. value of children bezeichnet in der Rational-Choice-Theorie den Nutzen von Kindern für ihre Eltern. Nach der Theorie sozialer Produktionsfunktionen sind Kinder Zwischengüter zur Erreichung elterliche ...

                                               

Verachtung

Verachtung ist eine starke Geringschätzung, basierend auf der bewussten oder unbewussten Überzeugung des Unwertes der von ihr betroffenen Personen oder Institutionen. Nach Meyers Enzyklopädie von 1905 ist Verachtung "das Gefühl, das der Vorausset ...

                                               

Verantwortungsdiffusion

Verantwortungsdiffusion bezeichnet das Phänomen, dass eine Aufgabe, die offensichtlich zu tun ist, trotz genügender Anzahl und Aufmerksamkeit dafür geeigneter Stellen oder Personen nicht angenommen oder ausgeführt wird. Alternativ kann unter dem ...

                                               

Verbuschung (Soziologie)

Verbuschung im übertragenen Sinne ist Jargon und bezeichnet eine bestimmte Art der kulturellen Assimilation von entsandtem Personal im Ausland, besonders in Entwicklungsländern. Der Begriff ist dabei abwertend belegt und beschreibt die Tendenz vo ...

                                               

Verführung

Verführen bedeutet, jemanden gewaltlos so zu "manipulieren", dass er etwas tut, was er eigentlich nicht wollte oder sollte.

                                               

Verkafferung

Verkafferung ist ein Begriff, der während der deutschen Kolonialherrschaft in Südwestafrika aus dem Afrikaans übernommen wurde. Er bezeichnet einen seinerzeit unerwünschten Distanzverlust und die "Über" -Assimilierung gegenüber der einheimischen ...

                                               

Vertrauen

Vertrauen bezeichnet die subjektive Überzeugung von der Richtigkeit, Wahrheit von Handlungen, Einsichten und Aussagen bzw. der Redlichkeit von Personen. Vertrauen kann sich auf einen anderen oder das eigene Ich beziehen. Zum Vertrauen gehört auch ...

                                               

Vertrauensvorschuss

Vertrauensvorschuss ist das Vertrauen in eine Person oder Sache, ohne dass der Vertrauende weiß, ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Hierbei gehen zum einen die Bereitschaft zum anderen die Intensität in die Bewertung des Vorschusses ein. Bei ...

                                               

Vier-Augen-Prinzip

Das Vier-Augen-Prinzip ist in der Organisationslehre eine präventive Kontrolle, bei der bestimmte Ablaufabschnitte, Arbeitsabläufe, Arbeitsprozesse, Arbeitsvorgänge, Aufgaben, Entscheidungen, Handlungen oder Prozesse nur durch gleichlautende Ents ...

                                               

Volk

Der Begriff Volk bezeichnet Gruppen von Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten und enger Beziehungen sowie zahlreicher Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind. Ursprünglich bezeichnete das Wort "Volk" schlicht ein ...

                                               

Wissenskultur (Soziologie)

Im Bereich der Wissenssoziologie bedeutet Wissenskultur je nach Definition bzw. Autor: ein Ergebnis bzw. Verfahren der "kommunikativen Konstruktion" Hubert Knoblauch natur-wissenschaftliche Experimentalkulturen Karin Knorr-Cetina ein Synonym für ...

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