Топ-100 ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 482

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Eusozialität

Eusozialität ist eine Bezeichnung für eine besondere Form des Sozialverhaltens sozialer Insekten wie Termiten, Ameisen und Bienen und anderer sozialer Tierarten. Der Begriff wurde 1969 von dem Bienenforscher Charles Michener eingeführt, um unters ...

                                               

Falconer-Formel

Die Falconer-Formel ist eine Schätzformel zur Ermittlung der genetischen Heritabilität von Persönlichkeitsmerkmalen, insbesondere bei Zwillingsstudien. Sie wurde 1960 von dem britischen Genetiker Douglas Scott Falconer 1913–2004 entwickelt und la ...

                                               

Farbsymbolik

Farbsymbolik oder Farbensymbolik beschäftigt sich als Symbolik der Farben mit Motiven und Eigenschaften der Farben. Dabei sind einzelne Farben mit bestimmten Motiven verbunden. Vor allem menschliche Eigenschaften, Gefühle und elementare Erfahrung ...

                                               

Federpicken

Federpicken bezeichnet das Bepicken sowie Herausziehen von Federn beziehungsweise Federteilen unter Hühnern und Puten. Das Phänomen tritt in der konventionellen sowie der ökologischen Hühnerei- und Geflügelproduktion auf. Das Federpicken wird als ...

                                               

Feldern

Feldern ist eine Art der Nahrungssuche bei Tieren, insbesondere bei einfallenden Wildgänsen, -enten, -tauben und zunehmend auch Kranichen. Es handelt sich um ein nicht zielgerichtetes Absuchen des Erdbodens nach verwertbarer Nahrung, die sich mei ...

                                               

Flehmen

Flehmen ist das gezielte und am geöffneten Maul und der Haltung erkennbare Wittern etlicher Säugetiere, Pferde, Hunde, Katzen, Elefanten und weiterer) nach spezifischen Gerüchen, zum Beispiel Geschlechtsgerüchen und insbesondere von Pheromonen mi ...

                                               

Fluchtdistanz

Das Konzept der Fluchtdistanz) wurde von dem Schweizer Zoologen Heini Hediger 1934 formuliert für jenen Mindestabstand, den ein Tier zu einem anderen, potenziell bedrohlichen Lebewesen akzeptiert, ohne vor dem möglichen Angreifer zu fliehen. Tier ...

                                               

Fluchtverhalten

Als Fluchtverhalten bezeichnet man in der Verhaltensforschung alle Bewegungsabläufe, die einem Tier dazu dienen, sich durch Flucht vor einem tatsächlichen oder vermeintlichen Angreifer in Sicherheit zu bringen, wenn dieser die Fluchtdistanz nicht ...

                                               

Flügelmanteln

Das Flügelmanteln ist eine Jagdtechnik mancher fleischfressender Vögel. Einige Schreitvögel, Bucerotiformes, Singvögel und vielleicht andere Vogelgruppen nutzen dazu ihre ausgebreiteten Schwingflügel. Dabei wird der Nahbereich unter und vor dem V ...

                                               

Frustrations-Aggressions-Hypothese

Die Frustrations-Aggressions-Hypothese besagt, dass das Erleben von Frustration die Wahrscheinlichkeit von aggressivem Verhalten steigert. Sie geht davon aus, dass einer Frustration eine Aggression folgen kann nicht muss. Mit anderen Worten: Auf ...

                                               

Futterneid

Futterneid ist eine vermenschlichende, also nichtwissenschaftliche Bezeichnung für tierisches Konkurrenzverhalten. Es ist bei vielen in Gruppen lebenden Wirbeltieren zu beobachten, wenn sie Nahrung gegen Konkurrenten ihrer Art verteidigen oder be ...

                                               

Gewohnheit

Als Gewohnheit wird eine unter gleichartigen Bedingungen entwickelte Reaktionsweise bezeichnet, die durch Wiederholung stereotypisiert wurde und bei gleichartigen Situationsbedingungen wie automatisch nach demselben Reaktionsschema ausgeführt wir ...

                                               

Giftfisch

Als Giftfische werden Fische bezeichnet, die Toxine produzieren oder anreichern. Giftige Fische finden sich sowohl unter den Knorpelfischen als auch unter den Knochenfischen. Die Anzahl der giftigen Fischarten wird auf 1200 geschätzt, das sind we ...

                                               

Gleichgewichtsfähigkeit

Als Gleichgewichtsfähigkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, seinen gesamten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten oder während und nach umfangreichen Körperverlagerungen diesen Zustand beizubehalten beziehungsweise wiederherzustellen. Sie ist ...

                                               

Gleichgewichtssinn

Der Gleichgewichtssinn dient zur Feststellung der Körperhaltung und Orientierung im Raum. Der Gleichgewichtssinn setzt sich aus mehreren Einzelsinnen zusammen: der vestibulären Wahrnehmung, die Richtung der Gravitation und von Beschleunigung best ...

                                               

Gregäres Verhalten

Gregäres Verhalten beschreibt in der Biologie das Zusammenkommen von Organismen, die ansonsten allein leben, an einem Ort aufgrund von anziehenden Faktoren wie Nahrungsverfügbarkeit und Wasser. So finden sich bsp. Totengräber an Kadavern oder Mis ...

                                               

Gründeln

Gründeln bezeichnet die Nahrungsaufnahme vom Boden eines Gewässers, hauptsächlich bei Wasservögeln, etwa Enten und Schwänen. Dabei tauchen die Vögel nicht komplett unter, sondern kippen vorne über, so dass Kopf und Hals unter Wasser sind, während ...

                                               

Habituation

Habituation, auch Habituierung oder Gewöhnung genannt, bezeichnet die allmählich abnehmende Antwortbereitschaft eines Individuums "auf wiederholt dargebotene Reize, die sich als bedeutungslos erwiesen haben" und kann "als eine der einfachsten For ...

                                               

Handicap-Prinzip

Das Handicap-Prinzip ist eine Theorie sozialer Signale, in die insbesondere Überlegungen aus der Evolutionsbiologie und empirische Befunde aus der Verhaltensforschung eingingen. In ihr wird behauptet, "daß der Empfänger eines Signals an der Verlä ...

                                               

Handlungsbereitschaft

Handlungsbereitschaft ist ein Fachbegriff der vor allem von Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen ausgearbeiteten Instinkttheorie der klassischen vergleichenden Verhaltensforschung. Er beschreibt "die Bereitschaft eines Tieres zu einem bestimmten ...

                                               

Hassen

Hassen ist ein zoologischer, insbesondere ein ornithologischer Fachbegriff. Darunter ist ein Verhalten vieler Vogelarten zu verstehen, mittels lauter Alarmrufe, Scheinangriffen und anderer Methoden potentielle Feinde zu vertreiben und Artgenossen ...

                                               

Heimfindeverhalten

Als Heimfindeverhalten bezeichnet man in der Verhaltensbiologie die angeborene Fähigkeit eines Tieres, von einem ihm unbekannten Ausgangspunkt in das eigene Revier oder zum eigenen Bau, Nest, Stall oder Heimatschlag zurückzukehren. Eine befriedig ...

                                               

Herde

Als Herde bezeichnet man in der Zoologie überwiegend eine Ansammlung großer, in der Regel gleichartiger ebenerdig-laufend lebender, oft ausschließlich pflanzenfressender Amnioten, vor allem großer Säugetiere und großer Laufvögel. Die Bezeichnung ...

                                               

Hetzjagd

Als Hetzjagd oder in der Jägersprache Hetze wird eine Jagdart von Beutegreifern und Menschen bezeichnet. Eine gegensätzliche Jagdtechnik ist die Lauerjagd. Die potenzielle Beute wird so lange verfolgt bis sie entweder völlig erschöpft ist, nicht ...

                                               

Homosexuelles Verhalten bei Tieren

Als homosexuelles Verhalten bei Tieren wird ein Verhalten bezeichnet, das als homo- oder bisexuell interpretiert werden kann. Dies äußert sich unter anderem durch das Balzverhalten, das Ausdrücken von Zuneigung und die Paarbindung zu/gegenüber gl ...

                                               

Hühnerhypnose

Mit der Hühnerhypnose kann ein Haushuhn hypnotisiert oder in Trance versetzt werden, indem man seinen Kopf an den Boden drückt und mit einem Stock oder Finger eine Linie entlang des Bodens zieht, die am Schnabel beginnt und sich direkt vor dem Hu ...

                                               

Hundertster Affe

Das Prinzip des "hundertsten Affen" ist ein moderner Mythos, der ab 1979 als Beispiel für kollektives Bewusstsein verbreitet wird, aber auf falsch wiedergegebenen wissenschaftlichen Quellen zum Kollektiv- und Lernverhalten beruht.

                                               

Hymenopterenstaat

Als Hymenopterenstaaten werden die Insektenstaaten der Hymenopteren bezeichnet. Ihnen gemeinsam ist eine besondere genetische Disposition, denn die Männchen sind haploid, d. h. haben nur einen einfachen Chromosomensatz. Dieser Umstand ist für ein ...

                                               

Individualdistanz

Individualdistanz ist ein Begriff aus der Verhaltensbiologie. Man versteht darunter diejenige Entfernung zu Individuen der gleichen Art, die noch ohne Ausweich- oder Angriffsreaktion geduldet wird. Von Individualdistanz spricht man hauptsächlich ...

                                               

Industriemelanismus

Industriemelanismus bezeichnet eine Variante des Melanismus, das heißt einer besonders ausgeprägten Einlagerung von dunklen Pigmenten – speziell von Melanin – in die Zellen der Haut. Die Bezeichnung entstand, nachdem beim Birkenspanner, einem Nac ...

                                               

Instinkt

Instinkt bezeichnet im Allgemeinen einen angeborenen Mechanismus der Verhaltenssteuerung, das heißt, die innere Grundlage eines vom Beobachter wahrnehmbaren Verhaltens von Tieren. Im engeren Sinne ist Instinkt ein historischer Fachbegriff der kla ...

                                               

Instinkttheorie

Als Instinkttheorie, präziser: als "physiologische Theorie der Instinktbewegungen", bezeichneten die Vertreter der klassischen vergleichenden Verhaltensforschung ein Gesamtkonzept, mit dessen Hilfe sie sämtliche beobachtbaren und als angeboren ge ...

                                               

Instinktbewegung

Instinktverhalten ist ein Fachbegriff der vor allem von Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen ausgearbeiteten Instinkttheorie der klassischen vergleichenden Verhaltensforschung. Er bezeichnet eine angeborene, komplexe Verhaltensweise, die aus gege ...

                                               

Intracranial Self-stimulation

Intracranial self-stimulation, auf Deutsch: "intrakraniale Selbstreizung" ist ein erstmals 1954 von James Olds und Peter Milner durchgeführtes Experiment in der Verhaltensforschung bei Ratten. Bei der ICSS kann sich das Versuchstier durch Tastend ...

                                               

Kalbspuppe

Das Melken einer Kuh mithilfe einer Kalbspuppe ist ein in der ethnographischen Literatur aus vielen Ländern berichtetes Verfahren, bei dem durch Überlistung der Kuh versucht wurde, die Bildung von Oxytocin anzuregen, damit der Milchfluss eingelei ...

                                               

Kaspar-Hauser-Versuch

Als Kaspar-Hauser-Versuch wird in der Verhaltensbiologie die Aufzucht eines Tieres unter weitgehendem Erfahrungsentzug verstanden; ohne Kontakt zu Artgenossen oder anderen Tieren.

                                               

Kaste (Biologie)

Als Kaste wird in der Zoologie eine klar abgrenzbare Gruppe von Individuen innerhalb eines Tierstaates bezeichnet. Innerhalb eines sozialen Verbandes ist die Kaste eine funktionell oder auch morphologisch spezialisierte Form einer staatenbildende ...

                                               

Kinese

Kinese ist ein Mechanismus zur Steuerung der ungerichteten Bewegung eines Lebewesens. Sie ist einfach verschaltet, d. h., die Aktivität des Organismus steigt oder fällt abhängig von einem Umgebungsreiz. Als Beispiel sollen die Asseln dienen. Dies ...

                                               

Kleptogamie

Kleptogamie bezeichnet eine Kopulationsstrategie, durch die sich männliche Tiere eine Paarung zu erschleichen versuchen. Dabei parasitieren die kleptogamen Männchen Leistungen anderer Männchen, beispielsweise die Anstrengungen bei der Balz oder d ...

                                               

Kleptothermie

Kleptothermie bedeutet Wärmediebstahl und benennt die bei Amphibien und Reptilien beobachtete Strategie, vom Wärmehaushalt anderer Tiere zu profitieren. Fast alle Amphibien und Reptilien sind wechselwarme Tiere und nehmen daher weitgehend die Tem ...

                                               

Klinotaxis

Mit dem Begriff Klinotaxis bezeichnet man in der Biologie die Orientierung frei beweglicher Organismen oder Zellen in Richtung eines einwirkenden Reizes hin. Eine für viele Pflanzen und Tiere bedeutsame Anwendung der Klinotaxis ist diejenige, wel ...

                                               

Kluger Hans

Der Kluge Hans war ein Pferd der Rasse Orlow-Traber, das angeblich rechnen und zählen konnte. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg erregte der Schulmeister und Mathematiklehrer Wilhelm von Osten mit Hans’ einzigartigem Können erhebliches Aufsehen.

                                               

Knochenschmiede

Als Knochenschmieden bezeichnet man die etwa 30 Quadratmeter großen nahezu ebenen Felsplatten, die der Bartgeier nutzt, um Knochen aufzubrechen. In einem Revier etablierte Bartgeier suchen immer wieder dieselben Felsplatten auf, um dort Knochen h ...

                                               

Köder

Ein Köder ist eine vermeintliche Beute, die eingesetzt wird, um ein Tier anzulocken. In der Regel ist ein Köder etwas Fressbares oder täuscht es zumindest vor Kunstköder. Je nach Aufgabe wird er im Zusammenhang mit einer Fangeinrichtung verwendet ...

                                               

Kognitive Ethologie

Als kognitive Ethologie wird das vergleichende, evolutionäre und ökologische Erforschen des Geistes von nicht-menschlichen Tieren, ihrer Denkprozesse, Absichten und Meinungen, ihrer Vernunft und Kognition sowie ihres Bewusstseins bezeichnet, das ...

                                               

Kohäsion (Verhalten)

Kohäsion ist ein Verhalten, das in natürlichen Schwärmen, z. B. bei Fischen und Vögeln, auftritt und bewirkt, dass sich der Schwarm als Einheit bewegt. Wissenschaftler wie Craig Reynolds, die natürliches Schwarmverhalten analysierten, um es am Co ...

                                               

Kollektive Intelligenz

Kollektive Intelligenz, auch Gruppen - oder Schwarmintelligenz genannt, ist ein emergentes Phänomen, bei dem Gruppen von Individuen durch Zusammenarbeit, unabhängig von der Intelligenz der einzelnen Mitglieder, intelligente Entscheidungen treffen ...

                                               

Kolonie (Biologie)

Als Kolonie bezeichnet man in der Zoologie und der Mikrobiologie eine Gruppe von Lebewesen, die in unmittelbarer Nähe zueinander leben und deren Siedlungsgebiet von anderen Siedlungsgebieten der gleichen Spezies räumlich getrennt ist. Zur Bildung ...

                                               

Komfortverhalten

Als Komfortverhalten oder Autogrooming bezeichnet man in der Verhaltensbiologie alle Aktivitäten eines Tieres, die unmittelbar der Körperpflege zugeordnet werden können. Hierzu gehören insbesondere Putz- und Kratzbewegungen, sich Lecken, sich Sch ...

                                               

Kommentkampf

Als Kommentkampf wird in der Verhaltensbiologie ein ritualisierter Kampf bezeichnet, bei dem die Verletzungsgefahr der Kontrahenten relativ gering ist. Kommentkämpfe weisen eine genau festgelegte – und daher für die Kontrahenten weitgehend vorher ...

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