Топ-100 ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 323

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Damaskusaffäre

Die Damaskusaffäre war eine Ritualmordanklage gegen in Damaskus lebende Juden im Jahr 1840. Sie bewegte Monate lang die internationale Öffentlichkeit, führte zu komplexen diplomatischen Konflikten zwischen europäischen Großmächten, dem Osmanische ...

                                               

Editto sopra gli Ebrei

Editto sopra gli Ebrei ist eine päpstliche Bulle, die als einer der ersten legislativen Akte von Pius VI. am 15. Februar 1775 unterzeichnet wurde. Sie enthielt im Wesentlichen keine neuen Bestimmungen, sondern fasste alle jene kirchenstaatlichen ...

                                               

Eroberung von Jerusalem (587/586 v. Chr)

Die Eroberung von Jerusalem im Sommer des Jahres 587 v. Chr. war die zweite Eroberung der Stadt durch die Chaldäer unter dem babylonischen König Nebukadnezar II. Als Jahr wird auch manchmal 586 v. Chr. angegeben. Jeremia berichtet, dass der Einma ...

                                               

Eroberung von Jerusalem (597 v. Chr)

Im Jahr 605 v. Chr. besiegte Nebukadnezar Ägypten und erlangte damit auch die Oberherrschaft über das Königreich Juda. König Jojakim leistete Tributzahlungen. 601 unterlag Nebukadnezar einem ägyptischen Heer und Jojakim stellte die Tributzahlunge ...

                                               

Folkspartei

Die Folkspartei wurde nach den Pogromen von 1905 in Russland von Simon Dubnow und Israel Efrojkin gegründet, um die Interessen der jüdischen Minderheit zu vertreten. Sie propagierte eine "spirituelle Nationalität", die in der die Diaspora zu entw ...

                                               

Fugu-Plan

Als Fugu-Plan wird die Idee des Japanischen Kaiserreichs bezeichnet, jüdische Flüchtlinge in größerem Stil während der 1930er Jahre aus dem Deutschen Reich nach Japan immigrieren zu lassen.

                                               

Gerätschaftselle

Die Gerätschaftselle war ein jüdisches Längenmaß und entsprach fünf Handbreiten. 1 Gerätschaftselle = 17.245 Pariser Zoll = 206.94 Pariser Linien Die Gebäudeelle, auch mosaische, hebräische oder mittlere Elle, hatte sechs Handbreiten. 1 Gebäudeel ...

                                               

Gudit

Gudit ist eine sagenhafte Königin der Beta Israel, die um das Jahr 960 gelebt haben soll. Gudit ist für ihre Eroberung des Aksumitischen Reichs bekannt, bei der sie Kirchen und Denkmäler zerstört und die Dynastie der Könige von Aksum ausgerottet ...

                                               

Haskala

Die Haskala, auch Haskalah, ab 1831 auch als "jüdische Aufklärung" bezeichnet, war eine Bewegung, die in den 1770er und 1780er Jahren in Berlin und Königsberg entstand und sich von dort nach Osteuropa ausbreitete. Sie beruhte auf den Ideen der eu ...

                                               

Hebraeorum gens

Hebraeorum gens ist eine päpstlichen Bulle, promulgiert von Papst Pius V. am 26. Februar 1569. Mit diesem Dekret ordnete der Papst die Vertreibung aller Juden aus den Gebieten des Kirchenstaates an mit Ausnahme der Städte Rom und Ancona. Der Wort ...

                                               

Hoffaktor

Ein Hoffaktor war ein an einem höfischen Herrschaftszentrum bzw. Hof beschäftigter Kaufmann, der waren, Heereslieferungen oder Kapital für den Herrscher beschaffte. Viele Hoffaktoren waren Juden, für die der zeitgenössische Quellenbegriff Hofjude ...

                                               

Jewish Claims Conference

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany, auch Claims Conference und Jewish Claims Conference, ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen. Sie vertritt seit ihrer Gründung 1951 Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des Nat ...

                                               

Jewish Colonization Association

Die Jewish Colonization Association wurde am 11. September 1891 von Baron Maurice de Hirsch als Aktiengesellschaft nach englischem Recht gegründet. Erster Präsident war Narcisse Leven. Das Ziel der ICA war, die Emigration von Juden aus Russland u ...

                                               

Jodensavanne

Jodensavanne ist ein ehemaliger Wohnort von sefardischen Juden in Suriname, circa 50 Kilometer südlich von Paramaribo. Der Ort liegt im Distrikt Para am rechten Ufer des Suriname. Jodensavanne wurde auch als "Jerusalem am Fluss" bezeichnet. Er is ...

                                               

Judaica-Portal Berlin-Brandenburg

Das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg ist ein Metakatalog zu Judaica-Beständen, der vom Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg aufgebaut wurde. Es ...

                                               

Verbundkatalog Judaica

Der Verbundkatalog Judaica war ein Metakatalog, der vom Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg gemeinsam mit einer Initiative von Bibliotheken aus Berlin-Brandenburg aufgebaut wurde und ab Dezember 2005 zur Verfügung stand. Im VK Juda ...

                                               

Judeneid

Der Judeneid oder More Iudaico war ein Eid, den Juden in Rechtsstreitigkeiten mit Nichtjuden in einer von christlicher Seite vorgeschriebenen, häufig diskriminierenden Form zu leisten hatten. Er war in Teilen Europas vom frühen Mittelalter bis zu ...

                                               

Judenfrage

Als "Judenfrage" wurden in Europa ab dem 18. Jahrhundert die Probleme bezeichnet, die sich aus der Jüdischen Emanzipation ergaben. Die Diskussion begann um 1750 in Großbritannien, um 1790 in der Französischen Revolution auch in Frankreich und wur ...

                                               

Judengasse

Eine Judengasse, in der die jüdische Bevölkerung lebte und arbeitete, gab es seit dem Mittelalter in zahlreichen Städten im deutschsprachigen Raum. Abgeschlossene Stadtviertel, in denen Juden lebten, werden – seit diese Bezeichnung 1516 in Venedi ...

                                               

Judengesetz

Judengesetz ist die seit dem Mittelalter weitgehend übliche abkürzende Bezeichnung für die Gesetzgebung nicht-jüdischer Staaten in Europa betreffs der rechtlichen Stellung der Juden. Von besonderer Bedeutung waren: die Gesetze zur Zeit des Mittel ...

                                               

Judenhut

Als Judenhut wird eine ikonografische Darstellung eines halbkugelig oder konisch zulaufenden breitkrempigen Hutes mit einem Knauf auf dem Scheitel bezeichnet. Dieser Hut wurde ab dem 11. Jahrhundert in der Buchmalerei und anderen Abbildungen verw ...

                                               

Judenpost

Judenpost, auch Ghettopost, eigentlich "Judenpost Litzmannstadt-Getto", war die offizielle Bezeichnung für den Postdienst innerhalb des Ghettos Litzmannstadt. Die dorthin deportierten Juden bauten während des Zweiten Weltkrieges mit Hilfe einer s ...

                                               

Jüdische Diaspora

Die Jüdische Diaspora ist die bis heute anhaltende Zerstreuung der Juden. Sie begann mit der ersten babylonischen Eroberung des Reiches Juda im Jahr 587 v. Chr., wobei viele Judäer nach Babylon exiliert wurden. Im 20. Jahrhundert wurde als Analog ...

                                               

Jüdische Emanzipation

Als jüdische Emanzipation bezeichnet man den Weg der Juden vom Rand der christlichen Mehrheitsgesellschaft, wo sie eine rechtlich, religiös und sozial diskriminierte Minderheit waren, in die Mitte der Gesellschaft. Ihre Eingliederung begann mit d ...

                                               

Jüdischer Autonomismus

Jüdischer Autonomismus war eine nichtzionistische politische Bewegung, die Ende des 19. /Anfang des 20. Jahrhunderts in Osteuropa in Erscheinung trat. Einer ihrer bedeutendsten Vertreter war der Historiker und Aktivist Simon Dubnow. Die Autonomis ...

                                               

Jüdischer Säkularismus

Unter der Bezeichnung Jüdischer Säkularismus wird eine jüdische Haltung verstanden, in der Juden spezielle jüdische Werte akzeptieren, das Judentum als Religion jedoch nicht praktizieren. Die dem jüdischen Säkularismus zugeordneten Personen bezei ...

                                               

Kaʿb al-Ahbār

Kaʿb al-Ahbār war ein jemenitischer Jude, der während des Kalifats von Umar ibn al-Chattab zum Islam konvertierte, sich als Koranexeget betätigte und in der islamischen Traditionsliteratur als Übermittler jüdischen und altsüdarabischen Legendengu ...

                                               

Karäer

Die Karäer verstehen sich einerseits als jüdische Religionsgemeinschaft, andererseits als eigene Volksgruppe innerhalb der Turkvölker, deren Sprache bei den Krim-Karäern der pontisch-aralischen Untergruppe der westtürkischen Sprachen zuzuordnen i ...

                                               

Kimberley-Plan

Der Kimberley-Plan war ein gescheiterter Plan der Freeland League, vor und während des Holocausts jüdische Flüchtlinge aus Europa im Norden Australiens anzusiedeln.

                                               

Kryptojuden

Als Kryptojuden werden gelegentlich Konvertiten und deren Nachkommen bezeichnet, die entgegen ihrer öffentlichen Religionszugehörigkeit sich weiterhin der alten Religion verbunden fühlen und im Geheimen jüdische Kultur und Religion praktizieren.

                                               

Lamdan

Lamdan oder Lamden ist die Bezeichnung eines jüdischen Kenners der rabbinischen Literatur, der nicht beruflich als Gelehrter arbeitet. Der Begriff kam wohl erst im 18. Jahrhundert auf. Im deutschen Sprachraum gebrauchten Juden meist die Variante ...

                                               

Masoretischer Text

Der masoretische Text ist eine hebräische Textversion des Tanach, der hebräischen Bibel. Er ist Ergebnis der streng geregelten Bearbeitung älterer Bibel-Handschriften ungefähr in den Jahren 700 bis 1000 durch die Masoreten. Diese jüdischen Schrif ...

                                               

Messianische Bewegungen

Unter Messianische Bewegungen versteht man meist religiös motivierte Gruppierungen, die sich in Erwartung der Ankunft eines von Gott gesandten Führers auf der Erde Erlösung von Leid und Mangel erhoffen. Sie tauchen vor allem im Judentum, Christen ...

                                               

Minim (Judentum)

Minim) galten bis zum 2. Jahrhundert im jüdischen Kontext als Ketzer oder Häretiker. Insbesondere die talmudische Literatur warnte vor Minim, denn sie würden Götzendienste leisten und rechtsbrüchig sein und damit der Halacha entgegenstehen. Die B ...

                                               

Oltre Giuba

Oltre Giuba oder Oltregiuba war 1924–1926 eine separate italienische Kolonie, ehe es an Italienisch-Somaliland angegliedert wurde. Es umfasste ein Gebiet von 91.122 Quadratkilometern westlich des Flusses Juba/Jubba und östlich der britischen Kolo ...

                                               

Blauschein

Blauschein ist eine Bezeichnung für Arbeitsbescheinigungen, die zusätzlich zur Kennkarte an sog. "Volksschädlinge" ausgegeben wurde, wenn diese aufgrund von besonderen Fertigkeiten kriegswichtig oder unabkömmlich waren und von den besonderen Maßn ...

                                               

Ostjuden und Westjuden

Das komplementäre Begriffspaar Ostjuden und Westjuden wurde erstmals um 1900 durch den jüdischen Publizisten Nathan Birnbaum geprägt, der damit zwei soziale Profile innerhalb des europäischen Judentums charakterisierte, die durch die unterschiedl ...

                                               

Palästina (Region)

Palästina, seltener Cisjordanien, liegt an der südöstlichen Küste des Mittelmeers und bezeichnet in der Regel Teile der Gebiete der heutigen Staaten Israel und Jordanien, einschließlich Gazastreifen und Westjordanland. In verschiedenen historisch ...

                                               

Pinkas

Pinkas war die Bezeichnung der Protokollbücher jüdischer Gemeinden und Körperschaften. Im Sinne einer ständigen Bedeutungsausweitung, besonders seit dem Mittelalter, wurde es zum Begriff des Protokollbuches überhaupt und konnte alles Mögliche von ...

                                               

Rabbinisches Judentum

Das rabbinische Judentum oder auch Rabbinische Zeit war eine rabbinische Strömung, die sich nach der Zerstörung des zweiten Jerusalemer Tempels zur Hauptströmung des Judentums entwickelte und ab ca. 200 n. Chr. maßgeblich Ritus und Theologie präg ...

                                               

Radhaniten

Radhaniten oder Radaniten ist die zum ersten Mal von Ibn Chordadbeh um 847 in seinem Buch Kitāb al Masālik w’al Mamālik überlieferte Bezeichnung für jüdische Kaufleute, die vom 8. bis ins 11. Jahrhundert die Handelsbeziehungen zwischen den verfei ...

                                               

Revisionistischer Maximalismus

Der Revisionistische Maximalismus war eine kurzfristige jüdische faschistische Ideologie, die Teil der Brit HaBirionim-Fraktion des Revisionistischen Zionismus war. Sie wurde von Abba Ahimeir gegründet. Die Vertreter dieser Richtung unterstützten ...

                                               

Sassoon

Die Sassoons können ihre Ursprünge als "ibn Schoschon" bis ins maurische Spanien des Spätmittelalters zurückführen. Infolge der Vertreibung der Juden aus Spanien durch die katholischen Machthaber flohen sie im 16. Jahrhundert nach Bagdad. Dort le ...

                                               

Schtadlan

Der Schtadlan war im 16. bis 18. Jahrhundert der Fürsprecher einer jüdischen Gemeinde bei der nichtjüdischen Außenwelt.

                                               

Spätjudentum

Als Spätjudentum wurde in der Geschichtswissenschaft und der Theologie das Judentum im Zeitraum von 200 v. Chr. bis rund 200 n. Chr. bezeichnet. Die Forschung des 21. Jahrhunderts verwendet den Begriff praktisch nicht mehr, da er "suggeriert, daß ...

                                               

Tschala

Der Begriff Tschala bezeichnete im 18. und 19. Jahrhundert zum Islam konvertierte bucharische Juden in Zentralasien.

                                               

United Restitution Organization

Die United Restitution Organization ist eine internationale privatrechtliche Organisation, die Betroffenen Rechtshilfe und Unterstützung bietet bei der Antragstellung für die Rückerstattung ihres in der Zeit des Nationalsozialismus konfiszierten ...

                                               

Zionistenkongress

Als Zionistenkongress oder Zionisten-Kongress, seltener auch als Zionistischer Kongress oder Zionistischer Weltkongress, wird eine Zusammenkunft von Vertretern und Anhängern des Zionismus aus aller Welt bezeichnet. Solche Kongresse fanden seit Gr ...

                                               

Antoniter-Museum

Das Antoniter-Museum ist ein 1996 gegründetes kulturhistorisches Museum, das der Geschichte und dem Wirken des Antoniter-Ordens gewidmet ist. Es befindet sich im Antonierhaus im oberschwäbischen Memmingen in Bayern.

                                               

Armutsstreit

Der Armutsstreit war ein Konflikt im mittelalterlichen Franziskanerorden um den richtigen Umgang mit dem vom Ordensstifter hinterlassenen Armutsideal. Teile des Ordens wurden im Zuge dieser Auseinandersetzung, welche den Orden lange Zeit zu spalt ...

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Übersetzung