Топ-100 ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 130

ⓘ Enzyklopädie. Schon gewusst? Seite 130




                                               

Deutscher Bund für Bodenreform

Der Deutsche Bund für Bodenreform war ein sozialreformerischer Verein mit dem Ziel der Bodenreform. Er wurde 1898 gegründet, bereits im selben Jahr in Bund Deutscher Bodenreformer umbenannt und stellte während des Zweiten Weltkrieges seine Tätigk ...

                                               

Erzbergersche Reform

Die Erzbergersche Finanz- und Steuerreform von 1919/20 gilt als das umfangreichste Reformwerk der deutschen Steuer- und Finanzgeschichte. Ihr Ziel war ein völliger Umbau der Finanzverfassung und des Steuersystems im Deutschen Reich. Mittels 16 ne ...

                                               

Föderalismusreform

Die Föderalismusreform, seit Verwirklichung der Föderalismusreform II auch als Föderalismusreform I bezeichnet, ist eine Änderung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, die Beziehungen zwischen Bund und Ländern betrifft. Sie wurde ...

                                               

Föderalismusreform II

Die Föderalismusreform II ist eine Änderung des Grundgesetzes, die Beziehungen zwischen Bund und Ländern betrifft. Sie wurde 2009 vom Deutschen Bundestag und Bundesrat mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit beschlossen und trat am 1. August 2009 ...

                                               

Gesundheitsreform in Deutschland

Als Gesundheitsreform werden in Deutschland Maßnahmen des Gesetzgebers zur Ausgestaltung des Gesundheitswesens bezeichnet. Ziel solcher Reformen war in neuerer Zeit vor allem die Eindämmung der Kostenentwicklung in der Gesetzlichen Krankenversich ...

                                               

Gracchische Reform

Die Gracchische Reform war der Versuch der Brüder Tiberius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus, im alten Rom im 2. Jahrhundert v. Chr. Land- und Sozialreformen durchzuführen.

                                               

Hundert-Tage-Reform

Die Hundert-Tage-Reform war das gescheiterte Vorhaben des chinesischen Kaisers Guangxu im Jahr 1898, China zu reformieren. Nach der Niederlage im ersten Sino-Japanischen Krieg 1894/95 wurde deutlich, dass der Überlegenheit der Fremdmächte auf wir ...

                                               

Industriereform in der SBZ

Die Industriereform ist eng verbunden mit der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone und den Zwangskollektivierungen in der DDR. Sie beschreibt die entschädigungslose Enteignung von ca. 10.000 Industrieunternehmen. Diese Staatsbetriebe bi ...

                                               

Islāh

Islāh ist ein Begriff aus dem Vokabular des Korans, der seit dem späten 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle in den islamischen Reformdiskursen spielt. Der Begriff wird selbst ebenfalls meist mit "Reform" übersetzt, allerdings hat er durch seine V ...

                                               

Josephinismus

Josephinismus, abgeleitet von Kaiser Joseph II., bezeichnet die konsequente Unterordnung gesellschaftlicher Angelegenheiten unter die staatliche Verwaltung Österreichs nach den Prinzipien des aufgeklärten Absolutismus. Dem Prinzip nach realisiert ...

                                               

Karolingische Renaissance

Als karolingische Renaissance, auch karolingische Renovatio oder karolingische Erneuerung genannt, bezeichnet man den kulturellen Aufschwung im Frühmittelalter zur Zeit der frühen Karolinger, der vom Hof Karls des Großen im 8. Jahrhundert ausging ...

                                               

Kleisthenische Reformen

Als Kleisthenische Reformen werden die 508 / 507 v. Chr. von Kleisthenes von Athen im politischen System der attischen Polis durchgesetzten grundlegenden Reformen bezeichnet, die in der historischen Forschung als wichtige Voraussetzung für die si ...

                                               

Kyōhō-Reformen

Die Kyōhō-Reformen wurden während der Kyōhō-Ära vom Tokugawa-Shōgunat unter Tokugawa Yoshimune erlassen. Die Reformen sollten die Staatsfinanzen der Shogunatsregierung stabilisieren und die Ständeordnung der Edo-Zeit festigen. Das Shogunat hatte ...

                                               

Lykurgische Reformen

Lykurgische Reformen beschreiben die angeblich zwischen 650 v. Chr. und 550 v. Chr. von Lykurg erlassenen Gesetze im antiken Sparta.

                                               

Neuausrichtung der Bundeswehr

Die Neuausrichtung der Bundeswehr ab 2010 ist die umfassendste Reform der Bundeswehr seit ihrem Bestehen. Sie umfasst nahezu alle Bereiche der Bundeswehr.

                                               

Neues Frankfurt

Das Neue Frankfurt war ein Stadtplanungsprogramm zwischen 1925 und 1930, das alle Bereiche der städtischen Gestaltung in Frankfurt am Main umfasste. Es wurde vor allem durch die Wohnungsbauaktivitäten bekannt, welche die akute Wohnungsnot in den ...

                                               

Oktoberreformen

Oktoberreformen nennt man eine Reihe von Verfassungs- und Gesetzesänderungen in Deutschland. Sie traten am 28. Oktober 1918 in Kraft, gegen Ende des Ersten Weltkrieges. Durch die Reformen wurde das parlamentarische Regierungssystem formell im Deu ...

                                               

Pensionsharmonisierung

Pensionsharmonisierung ist ein Schlagwort in der politischen Diskussion Österreichs. Es bezeichnet die Angleichung der unterschiedlichen Pensionssysteme von Angestellten, Selbständigen und Bauern. Gleiche Beiträge sollen zukünftig gleiche Leistun ...

                                               

Pensionsreform

Mit Pensionsreform wird in Österreich die Reform der gesetzlichen Bestimmungen, die Pension und Ruhebezug betreffen, bezeichnet. Pensionsreformen fanden zuletzt 1997, 2003 und 2004 statt. Erläuterung: Der Begriff Pension entspricht in Österreich ...

                                               

PreuSische Reformen

Die Preußischen Reformen waren eine Reihe von Staats- und Verwaltungsreformen des frühen 19. Jahrhunderts, die von gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen begleitet wurden. Sie waren eine Reaktion auf die Niederlage Preußens gegen Nap ...

                                               

Reform der Vereinten Nationen

Die Reform der Vereinten Nationen ist eine in der Weltgemeinschaft diskutierte und von der Mehrheit der Staaten für notwendig befundene Umstrukturierung der UNO. Wie diese Reform allerdings auszusehen hat, ist Gegenstand heftiger Kontroversen. Gr ...

                                               

Reform des UNO-Sicherheitsrats

Über eine Reform des UNO-Sicherheitsrats wird seit Beginn der 1990er Jahre in Politik und Politikwissenschaft diskutiert. Seit der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan 2003 einen Prozess zur Reform der Vereinten Nationen auf den Weg brachte, is ...

                                               

Reformismus

Die Begriffe Reformismus oder Legalitätstaktik bezeichnen das Bestreben einer Partei, das vorhandene politische System eines Landes auf dem Wege von Reformen, d. h. unter gänzlichem Verzicht auf revolutionäre Handlungsweisen, ein anderes, oftmals ...

                                               

Rentenreform

Eine Rentenreform ist ein sozialpolitisches Gesetz, mit dem die Leistungen, die Beiträge oder die Organisation der Gesetzlichen Rentenversicherung neu geregelt werden.

                                               

Rentenreform 1957

Die Rentenreform von 1957 war eine wesentliche Änderung der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland. Das bisherige Kapitaldeckungsverfahren wurde zu Gunsten des Umlageverfahrens aufgegeben, die Rentenhöhe spürbar erhöht und die dynamische ...

                                               

Rétablissement (Kursachsen)

Als Rétablissement wird der Wiederaufbau Kursachsens und das Wiedererstarken der kursächsischen Wirtschaft nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges bezeichnet. Innerhalb weniger Jahre wandelte sich das völlig verwüstete und finanziell ruinierte L ...

                                               

Schröder-Blair-Papier

Das Schröder-Blair-Papier ist ein Entwurf für ein Modernisierungskonzept für die europäische Sozialdemokratie, den Gerhard Schröder und Tony Blair in London am 8. Juni 1999 wenige Tage vor der damaligen Europawahl vorgelegt hatten. Der Titel des ...

                                               

Sozialreform

Als Sozialreformen bezeichnete man im 19. Jahrhundert zunächst politische Bestrebungen, die soziale Lage der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern. Der Begriff hat allerlei unterschiedliche Aspekte.

                                               

Sprachreform

Eine Sprachreform im weiteren Sinn entspringt in den meisten Fällen dem Bestreben, durch Vereinheitlichung einer Sprache das Volk, das diese Sprache benutzt, ebenfalls zu einigen und seine nationalstaatliche Unabhängigkeit zu fördern bzw. erst zu ...

                                               

Taika-Reform

Die Taika-Reformen waren eine Reihe von Gesetzen, die unter der Herrschaft von Tennō Kōtoku im Japan des Jahres 645, wenige Jahre nach dem Tode Shōtoku Taishis und ein Jahr nach der Entmachtung der Soga-Familie im Isshi-Zwischenfall erlassen wurd ...

                                               

Tanzimat

Als Tanzimat wird die Periode tiefgreifender Reformen im Osmanischen Reich bezeichnet, die 1839 begann und 1876 mit der Annahme der Osmanischen Verfassung endete. Durch die Reformen verzichtete der Sultan auf seine unbeschränkten Rechte über Lebe ...

                                               

Tolstojaner

Die Tolstojaner waren Anhänger einer um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert verbreiteten Form des christlichen Anarchismus und Pazifismus.

                                               

Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung

Der Prozess der Trennung von Verwaltung und Rechtsprechung begann in der frühen Neuzeit und endete in Deutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es war einerseits eine notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzung für die Gewalten ...

                                               

Eigengruppe und Fremdgruppe

Die gegensätzlichen Begriffe Eigengruppe und Fremdgruppe werden in den Sozialwissenschaften verwendet, um Gruppen zu unterscheiden, denen man sich zugehörig fühlt und mit denen man sich identifiziert, und Gruppen, auf welche dies nicht zutrifft. ...

                                               

Entitativität sozialer Gruppen

In der Sozialpsychologie beschreibt Entitativität, inwieweit eine Ansammlung von Individuen als kohärente soziale Einheit wahrgenommen wird. Dies kann sich sowohl auf die Wahrnehmung der entsprechenden Individuen, als auch auf jene Außenstehender ...

                                               

Grupo Operativo

Grupo Operativo, deutsch Konzept der operativen Gruppe, ist eine Technik der Gruppenkoordination, bei der die Aufgabe der Gruppe im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Die Technik wurde vom argentinischen Psychoanalytiker Enrique Pichón-Rivière erf ...

                                               

Gruppenanalyse

Gruppenanalyse ist ein spezielles Verfahren psychoanalytisch orientierter Gruppenpsychotherapie. Gründerväter waren Joseph H. Pratt, Trigant Burrow und Paul Schilder. Die Psychoanalytiker Samuel Slavson in New York, S. H. Foulkes und Wilfred Bion ...

                                               

Gruppenarbeit (Arbeitsorganisation)

Gruppenarbeit ist ein arbeitsorganisatorisches Konzept, das einer Gruppe von Arbeitnehmern für einen abgegrenzten Aufgabenbereich im arbeitsteiligen Produktionsprozess die selbstständige Regelung der internen Aufgabenverteilung überlässt. In Deut ...

                                               

Gruppendenken

Gruppendenken ist ein möglicher Prozess innerhalb einer Gruppe. Kompetenten Personen treffen dabei schlechtere oder realitätsfernere Entscheidungen, weil jede ihre Meinung an die erwartete Gruppenmeinung anpasst. Daraus können Situationen entsteh ...

                                               

Gruppennorm

Eine Gruppennorm ist eine soziale Norm oder eine Mehrzahl solcher Normen. Elemente der Norm können quantifizierbar sein ; sie können explizit ausgesprochen sein oder stillschweigend gelten. Eine Gruppennorm kann die Konformität Übereinstimmung ei ...

                                               

Gruppenpolarisierung

Gruppenpolarisierung ist ein Begriff aus der Sozialpsychologie und bezeichnet die Beobachtung, dass die Ansichten von Individuen nach einer Diskussion oft extremer sind als vorher. Hatte eine Gruppenmehrheit vor der Diskussion bereits eine gemein ...

                                               

Intragruppenkonflikt

Ein Intragruppenkonflikt bezeichnet einen Konflikt, der innerhalb einer sozialen Gruppe auftritt. Somit stellt der Intragruppenkonflikt eine Spezifikation von Gruppenkonflikten dar. Genauer beschreibt ein Intragruppenkonflikt Meinungsverschiedenh ...

                                               

Kollektiver Akteur

Der Begriff kollektive Akteure beschreibt in der Soziologie Individuen, die gemeinsam eine soziale Handlung tätigen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen, ein Ziel zu erreichen oder etwas zu produzieren. Die gemeinsamen Interessen verbinden die ...

                                               

Korpsgeist

Korpsgeist oder auch Corpsgeist ; von lateinisch corpus ‚Körper) ist eine Ausformung des "Wir-Gefühls" einer Eigengruppe.

                                               

Mixed Embeddedness

Mixed Embeddedness ist ein theoretischer Analyserahmen von Robert Kloosterman und Jan Rath, anhand dessen die Entwicklung und hochgradige Zunahme migrantischer Ökonomien erklärt werden soll. Dieser Ansatz versucht der komplexen Verflechtung der A ...

                                               

Neuling

Ein Neuling ist eine Person, die sich ein Sachgebiet einarbeitet oder neu in eine Gemeinschaft aufgenommen wird und sich noch nicht so gut auskennt wie Personen, die schon länger damit Kontakt haben; andere Ausdrücke sind ‚Anfänger und ‚Neueinste ...

                                               

Othering

Der Begriff Othering bezeichnet die Differenzierung und Distanzierung der Gruppe, der man sich zugehörig fühlt, von anderen Gruppen. Das Konzept des Othering hat seinen Ursprung in den Werken einer Reihe von Philosophen. Hegel etwa beschäftigte s ...

                                               

Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie nutzt die in einer Gruppe auftretenden speziellen Gruppenphänomene für die Psychotherapie, indem mehrere Patienten in der Gruppe behandelt werden.

                                               

Social Learning

Social Learning, im Englischen auch Social Pedagogy, bezeichnet sowohl eine Lerntheorie als auch die Didaktik, die mit dieser Lerntheorie zusammenhängt. Die grundlegende Idee des sozialen Lernens ist nicht neu. Sie stützt sich in der Lernpraxis a ...

                                               

Soziale Kategorisierung

Die soziale Kategorisierung ist eine Studie aus dem Jahr 1971 von Henri Tajfel, M. G. Billig, R. P. Bundy und Claude Flament. Die Studie sollte die Auswirkungen sozialer Kategorisierung auf das Zwischengruppenverhalten aufdecken und belegen. Es s ...

Wörterbuch

Übersetzung